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Vereinbarkeit von Familie und Karriere beginnt im Kopf

2017-08-30T21:01:17+00:00

Ein wichtiger und meist unbekannter Grund, warum es über 90% der Mütter trotz entsprechendem Wunsch nicht gelingt, Familie und Karriere zu leben und zu genießen, sind unbewusste Glaubenssätze in Bezug auf Kindererziehung, Rollenverteilung sowie Karriere, Beruf und Geld.

 

Wir alle haben tief verankerte Überzeugungen über die Welt, andere Menschen und über uns selbst. Diese unterbewussten Glaubenssätze resultieren aus unserer Erziehung, den Einflüssen unseres Umfelds und der Verarbeitung und Bewertung früherer Erlebnisse. Da die Glaubenssätze täglich unser Verhalten bestimmen, sind diese den meisten Menschen nicht als veränderliche Glaubenssätze bewusst. Vielmehr nehmen 90% der Menschen diese Überzeugungen als unveränderliche Wirklichkeit und Lebensregeln wahr.

 

Und tatsächlich werden unsere Glaubenssätze zu unserer Realität, da wir im Leben stets nach Bestätigung unserer Glaubenssätze suchen und entsprechend handeln.

 

Dazu möchte ich dir ein einfaches Beispiel geben:

 

Eine Mutter, die den Glaubenssatz hat, dass Mütter sich von Natur aus besser um ihr Kind kümmern können als Väter, wird dem Vater weniger zutrauen, wird mehr Zeit mit ihrem Kind verbringen, bekommt dadurch mehr Routine und eine engere Bindung und ihr Glaubenssatz wird zur Realität.

 

Eine Mutter, die den Glaubenssatz hat, dass Mütter und Väter sich gleich gut um ihr Kind kümmern können, wird den Alltag so gestalten, dass ihr Partner entsprechend viel Zeit, Routine und Bindung zu ihrem Kind aufbauen kann. Für sie wird dieser Glaubenssatz zur Realität werden.

 

Du siehst an diesem Beispiel wie grundlegend unsere Glaubenssätze unser Leben bestimmen.

 

Wenn wir unser Leben positiv verändern wollen, ist es wichtig, dass wir uns unsere negativen Glaubenssätze bewusst machen, da sie uns emotional und mental blockieren, ohne dass wir es merken.

 

In Bezug auf  Kindererziehung, Rollenverteilung sowie Karriere, Beruf und Geld haben viele Frauen die folgenden Glaubenssätze, die es ihnen fast unmöglich machen, Familie und Karriere gleichzeitig zu leben und zu genießen.

 

Als Mutter bin ich ja schon von Natur aus die Hauptverantwortliche für mein Kind – Die Geburt eines Kindes bringt für eine Mutter eben den Karriereknick mit sich –  Mit einem kleinen Kinde kannst du deine Karriere vergessen – Als Mutter kannst du froh sein, überhaupt einen Job zu haben – Als Mutter behalte ich im Job den Fuß in der Tür und starte wieder durch, wenn mein Kind größer ist – Die Bedürfnisse meines Kindes gehen vor. Da muss ich eben erstmal zurückstecken – Das Leben ist kein Wunschkonzert – Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach – Als Mama kann ich mich am besten um mein Kind kümmern. Da ist es nur logisch, dass ich die Hauptverantwortung für mein Kind habe und der Mann den Lebensunterhalt sichert – Selbständigkeit ist viel zu riskant – Wenn beide Partner arbeiten wollen, bleibt nur das Modell: Vater Vollzeit, Frau Teilzeit.  Alles andere ist nicht machbar mit Kindern. – Geld macht nicht glücklich – Geld verdirbt den Charakter.

 

Erkennst du einige dieser Sätze wieder? Oder hast du andere Glaubenssätze?   

 

Bestärkt werden unsere Glaubenssätze durch unser Umfeld, unsere Eltern, Freunde, Bekannte, Kollegen und auch unseren Partner. Denn diese denken und handeln in der Regel ähnlich wie wir.

 

Oft hören Mütter den Satz

 

Dein Kind ist doch noch so klein. Es braucht doch noch seine Mama.“ „Fällt es dir nicht schwer, dein Kind den ganzen Tag abzugeben? Ich könnte das nicht.“ „Meinst du die Ganztagsbetreuung ist gut für dein Kind?

 

Diese Sätze im Kopf sorgen bei den meisten berufstätigen Müttern für ein ständiges schlechtes Gewissen und blockieren sie darin, ihre beruflichen Ambitionen zu leben.

 

Und trotz aller Gleichberechtigung und Emanzipation herrscht in den Köpfen der meisten Menschen in Deutschland immer noch das alte Rollenbild des Mannes als Ernährer der Familie und der Frau als Versorgerin.

 

Glaubst du nicht?

 

Wir oft wurdest du danach gefragt wie du Kind und Beruf unter einen Hut bekommst? Wie oft wurde deinem Mann oder sonstige Väter in deinem Umfeld diese Frage gestellt? Wieso gibt es den Begriff der working mom, nicht aber den Begriff des working dad? Wieso wird einem Vater anerkennend auf die Schulter geklopft, wenn er sich um sein Kind kümmert? Und wieso erhält eine Mutter nicht die gleiche Anerkennung?

 

Mit diesem gesellschaftlichen Rollenbild und Glaubenssatz im Kopf begeben sich die meisten Frauen nach Geburt ihres Kindes automatisch in die Rolle der Versorgerin und stellen Karrierepläne zum Wohl ihres Kindes und der Karriere des Mannes zurück. Und gerade beruflich ambitionierte Frauen sind damit häufig nicht glücklich.

 

Ist das auch bei dir der Fall?

 

Die gute Nachricht ist:

 

Wenn du dir deiner Glaubenssätze bewusst bist und erkennst, wenn dich diese im Alltag zu blockieren drohen, kannst du dich bewusst dafür entscheiden, dich von diesen zu lösen.

 

Dazu empfehlen sich folgende Schritte:

 

  1. Du respektierst den betreffenden negativen Glaubenssatz.

 

  1. Du hinterfragst den betreffenden Glaubenssatz. Woher kommt er? Warum glaube ich das? Stimmt das überhaupt?

 

  1. Du suchst im Alltag bewusst nach Gegenbeispielen.

 

  1. Wenn ein negativer Glaubenssatz in deinem Kopf auftaucht, richtest du deinen Fokus auf deine Wünsche, Ziele und Träume und lässt den Glaubenssatz wie eine Wolke vorüberziehen.

 

Mit positiven Erfahrungen wird der betreffende Glaubenssatz immer schwächer bis er irgendwann ganz verschwindet und du ein Leben mit Kind und Karriere ohne schlechtes Gewissen und Stress genießen kannst.

 

Und wenn du Unterstützung benötigst, helfe ich dir gerne dabei im Rahmen eines 1 zu 1 Coachings.

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